Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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lichem Wege trafen wir Abends zu Oropus ein. Dieſe Stadt auf der Graͤnze von Boͤotien und At⸗ tika liegt gegen zwanzig Stadien vom Meere. Nahe bei der Stadt, an einem Drte voll ſchoͤner Quellen eines reinen Waſſers, ſteht der Tempel des Amphia⸗ raus, welcher ſeiner Wunder wegen beruͤhmt iſt.

Dreißig Stadien weiter liegt auf einer Anhoͤhe die Stadt Tanagra; die meiſten Haͤuſer haben en⸗ kauſtiſche Mahlereien und Vorhoͤfe. Das mit Delbaͤu⸗

men und anderem Gehoͤlze bedeckte Gebiet der Stadt bewaͤſſert der kleine Fluß Thermodon. Es bringt wenig Getreide, aber den beſten Wein in Bootien hervor. Die Bewohner ſind reich, redlich, eifrig fuͤr Gerechtigkeit, gaſtfreundlich, arbeitſam, und ziehen den Ackerbau allen andern Kuͤnſten vor.

Das Grabmal der beruͤhmten Dichterin Korinna ſahen wir an dem in die Augen fallendſen Drte der Stadt und ihr Bildniß im Lyceum. Die Tana⸗ grer haben eine leidenſchaftliche Liebe fuͤr die Hah⸗ nengefechte.

Auf einem hoͤckerigen und beſchwerlichen Wege von 200 Stadien kamen wir nach Plataa, einer ehemals maͤchtigen, jetzt in Truͤmmern verſunkenen Stadt am Fuße des Berges Kithaͤron in der ſchoͤ⸗ nen Ebene, welche der Aſopus bewaͤſſert, und wo Mardonius mit 300,000 Perſern geſchlagen ward. Im peloponeſiſchen Kriege ward ſie von den Theba⸗ nern gaͤnzlich zerſtoͤrt. Nach ihrem zweiten Entſtehen