Dritter Thel⸗
Die Erziehung beginnt bei den Athenern mit der Geburt des Kindes, und endet mit dem zwamzigſten Jahre. Unter den Lehrern der atheniſchen Jugend
finden ſich nicht ſelten Maͤnner von ausgezeichnetem
Verdienſte. Der Studienplan begreift Muſik und Gymnaſtik, d. j. alles, was auf die Uebung der Seele und des Koͤrpers Bezug hat. Die TLoͤchter lernen, nach der Verſchiedenheit der Staͤnde, leſen, ſchreiben, nhen, ſpinnen, die Wolle bereiten, und das Haus⸗ weſen beſorgen. Toͤchter aus den vornehmſten Fami⸗ lien des Staates werden ſorgfoͤltiger erzogen.
Man reiſt in ganz Griechenland mit vieler Sicher⸗
heit. In den vornehmſien Staͤdten und auf den Land⸗ ſtraßen findet man Wirthshaͤuſer, aber die Rechnun⸗ gen der Wirthe ſind unverſchaͤmt. Zu kleinen Wegen
nimmt man Fuhrwerk, für laͤngere Reiſen bedient
man ſich der Maulthiere, und zur Tragung des Ge⸗ paͤckes einiger Sklaven.
Unſere Abreiſe von Athen geſchah in den erſten
Tagen des Monates Munychion, im dritten Jahre
der 105. Dlympiade. Auf einem ziemlich beſchwer⸗


