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Wir hielten uns einige Augenblicke im Tempel der Minerva auf, gingen bei dem Gymnaſium vor⸗ bei, kamen an das Ufer der kaſtaliſchen Ovelle, und ſtiegen zum Tempel hinauf in dem oberen Theile der Stadt. Er hat einen großen Bezirk um ſich, welcher voll koſtbarer Weihgeſchenke iſt. Die Menge der Sta⸗ tuen, Kunſtwerke und der Reichthum uͤberſteigen alle Graͤnzen.
Aus dem heiligen Bezirke traten wir in den Tem⸗ pel, der an die Stelle des fruͤher verbrannten von dem Baumeiſter Spintharus aus Korinth fuͤr 300 Talente aufgefuͤhrt wurde. Das Gebaͤude iſt aus ſehr ſchoͤnen Steinen, die vordere Seite aus pariſchem Marmor. Beruͤhmt in ganz Griechenland iſt das delphiſche Drakel.
Die Leſche, eine Halle zur Verhandlung von Ge⸗ ſchaͤften, iſt mit Gemaͤlden von Polygnot und an— deren beruͤhmten Meiſtern geziert.
Von der kaſtaliſchen Quelle ſetzten wir un⸗
ſeren Weg weiter gegen Nord fort, und kamen zur
koryeiſiſchen Hoͤhle; ſie iſt den Nymphen, dem Baecchus und Pan geheiligt. Wir wandelten im⸗ mer zwiſchen auf einander gethuͤrmten Bergen, und kamen an den Fluß des Lykoreus, des höchſten Ber⸗ ges im parnaßiſchen Gebirge, und ſtiegen nach Sla⸗ tea, der Hauptſtadt von Phveis herab.
Vohe Derge umſchließen dieſe kleine Provinz. 56. P. Grirchenfand. III. 1. 3
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