ecks hat. Ein Meerbuſen, der zugleich als Hafen dient, geht 6o Stadien tief in das Land. Die Cita⸗ delle nimmt die Spitze des Vorgebirges ein. Die Stadtmauern aus großen Quaderſteinen ſind an der Landſeite ſehr hoch. Die Stadt hat ein Gymnaſium, mehrere oͤffentliche Gebaͤude und alle Bequemlichkei⸗ ten, welche ein beguͤtertes und zahlreiches Volk ſich verſchaffen kann.
Das Gebiet von Byzantz, welches den Streife⸗ reien der benachbarten Thrazier ausgeſetzt iſt, bringt Getreide und Fruͤchte in Menge hervor. Das Salz von Byzanz wird ſehr geſchaͤtzt.
Nach vollendeten Geſchaͤften verließen wir den Hafen, und kamen in den Propontis. An ſeinen Geſtaden erheben ſich mehrere beruͤhmte Staͤdte, welche von den Griechen erbaut oder erobert worden ſind; an der einen Seite Selymbrien, Perinth, Bo⸗ zanth; an der andern Aßtakus in Bithynien, Cyzikus in Myſien.
Die Meerenge des Hellesponts legten wir in kur⸗ zer Zeit zuruͤck. Die Ufer dieſes Fluſſes(ſo kann
man dieſen Meeresarm nennen), ſind mit Huͤgeln be⸗
deckt, und mit Staͤdten und Doͤrfern beſaͤctt. Wir be⸗ merkten an der einen Seite das wegen ſeines Weines beruͤhmte Lampſakus, an der andern die Muͤn⸗ dung des kleinen Fluſſes Aegos⸗Potamos. Wei⸗ terhin liegen Seſtos mit dem Thurme der Hero, und Abydos faſt einander gegenuͤber.


