Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Haͤfen. Die Anzahl der Einwohner, von welchen ein Brittel Tuͤrken, die uͤbrigen Griechen ſind, betraͤst 12,000. Die Gegend um Sinope iſt fruchtbar an Getraide, Reis und allerlei Fruͤchten; die Kuͤſte reich an Waſſervoͤgeln.

Sinope nahm dje 10,000 Griechen unter Peno⸗ phons Anführung bei ihrer Ruͤckkehr gaſtfreundlich zuf, und brachte den Cyniker Diogen es, und den Koͤnig Mithridat bervor. Durch die roͤmiſchen Kaiſer wurde es vergroͤßert, und fiel 469 in die Haͤnde Mahomed's U.

XXXRI. Von Sinope ſchlugen wir den Land⸗ weg Ineboli ein, reiſten durch Waͤlder und anmu⸗ thige Thäler, und langten in dem niedlichen griechi⸗ ſchen Borfe Stephanos au. Ueber ſchrofe Hoͤhen, Stroͤme und durch dicke Waͤlder kamen wir in das Dorf Aiandum. Poch ſchwiertger war der Weg zum Doͤrſchen Inidſcheh am Vorgebirge Kinoli, welches durch ſo viele Schiffbrüche beruͤhmt iſt; es liegt gerade Karadſcha⸗Burun(Kriumetopon) in der Vrimm gegenüber.

In dem fruchtbaren Thale, welches von dem Fluſſe Ineboli bewaͤſſert wird, veraͤndert ſich die Szene. Minarets ſchwingen ſich aus(chattigen Gaͤr⸗ ten empor, zahtreiche Heerden weiden auf Wieſen⸗ Hättenwerke ſind am Fluſſe, welcher die Mauern an⸗ Palt, und den Hafen von Ineboli bildet. Hier fuhren wir am 48. Oktober ab, und landeten zwiſchen den Klipren, welche das furchtbate Vorgebirge Ke⸗ renpech bilden. Bis Kidros, dem alten Pa⸗ phlägoniſchen Kithoras konnten wir das Ruder brauchen, und fuhren ohne anzuhalten, bet Temeneh⸗ dem aiten Thomene, bei Kara⸗Agadſch(dem ſchwarzen Baume vorüber), welches faſt wie Aegiali iiegt. Am 18. Abends ankerten wir im Hafen von Kidros, wo wir bloß einige Huͤtten fanden, ſtener⸗