Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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. ¹.. Anblick. Alle Haͤuſer, und ſelbſt die Ringmauern wa⸗ ren mit Epheu bekleidet. In der Bucht, Küſte ge⸗ nannt, miethete der Konſül Dupre für uns ein Bechſchifteh von 30 100 Tonnen.

Von dem eigentlichen Hafen Platana ſegelten wir den 2. September ab, hatten aber das Ungluͤck, an das Porgebirge Vona verſchlagen zu werden. Auf der Hoͤhe von Eunieh faßte uns ein noch ge⸗ waltigerer Sturm; wir wurden mit Gewalt nach dem Meerbuſen Samſun getrieben und aukerten endlich auf der Rhede Kundſchughaz, welche etwa fuͤnf⸗ zehn Stunden weſtlich vom Lande Themiſeyra⸗ dem ehemaligen Aufenthaltsorte der Amazonen ent⸗

fernt, und jetzt ein Theil von Dſcha nik iſt. An den Ufern dieſer Rhede wird eine große Ebene von einet bogenforinigen Bergkette umgeben⸗ deren Gipfel und Seiten ziemlich hoch, und mit allerlei Buſchwerk be⸗ wachſen ſind. Die Wohnungen ſiehen auf den hoͤch⸗ ſten Punkten. Der Halys, der Scheſchil⸗Er⸗ mak und der Dhermeh durchſchueiden dieſe Berg⸗ kette, und fließen in das Meer. Die beiden letztern Fluͤſſe ſind der alte Iris und Thermodon. Auf den Ebenen weidet das Vieh. Eber und anderes Wildpret findet man hier haͤußg; auch finden ſich an den Ufern des Waſſers viele Waſſervoͤgel ein.

Dieſes am Meeresufer gelegene Land hat ein ge⸗

ſundes Klima, einen im Ganten ſehr ſchönen Men⸗

ſchenſchiag, und eine vortheithafte gevgraphiſche Lage

zum Handel, welche aber nicht benutzt wird. Die

Pauptſtädte der Ebene ſind Tſcharſchenbeh⸗ amſun und Bafra.

RX. Von Kundſchughas fuhr ich mit einem Schiffe, welches eine Salziadung hatte, nach Sinoge. Dieſe Stadt auf dem ſchmalſten Theile einer Halbinfel von drei Stunden im Umfange, hat Mauern mit Thuͤrmen, und wie Alexandrien zwei