104 ſchau gewaͤhlt hat. Bald iſt es Choraſſan, bald Fars,
bald das perſiſche Irak. Die Perſer lieben beſonders den
Drtwechſel. Dbwohl faſt alle Nomadenſtaͤmme des Reichs perſiſch verſtehen, ſo haben ſie doch beſondere Idiome, welche ſehr von einander abweichen.
Der Ackerbauer bildet nach Stand und Lebensart die Mitte zwiſchen Nomaden und Buͤrgern. Iſt er Muſelmann, ſo kann er nicht verkauft werden. Er hangt in Perſien ganz und unmittelbar von der Re⸗ gierung ab. Wird er zu ſehr gedruͤckt, ſo entflieht er und nomadiſirt. In der Hoffnung einer glücklichern Zukunft, iſt er thaͤtig, und ſucht Ueppigkeit und Le⸗ bensgenuß in ſeinen Gauen einheimiſch zu machen.
XXVII. Die Bevoͤlkerung der unter dem Schah von Perſien ſtehenden Staaten betraͤgt 6,662,000 See⸗ len. Der Schah bezieht ſeine Einkuͤnfte: 4) von ſei⸗ nen eigenen Beſitzungen, 2) von dem Grundzinſe der Landpfleger, 3) von den Mauthen mehrerer Waaren, 4) von den Steuern, welche er den Haͤup⸗ tern der Nomadenſtaͤmme auflegt, und 6) von den Geſchenken, welche ihm ſeine Unterthanen und aus⸗ waͤrtige Landpfleger machen.
RRvn. Die perſiſchen Heereshaufen leben, wenn ſie auf dem Zuge ſind, meiſt auf Koſten des Landes, welches ſie durchziehen. Die Schaaren ſind leicht und


