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abkommen, und verlieren ſich meiſtens in fandigen Ebenen. Ihre allmaͤhlige Abnahme verurſachen die Ableitungen der Einwohner in die Gaͤrten und Felder.
XXVI. Die Einwohner Perſiens zerfallen in Nomaden und Daat oder Tadſchik, welche blei⸗ bende Wohnungen haben. Die Nomaden haben un⸗ ſtaͤtes Leben, ſind zum Stehlen geneigt, und gewalti⸗ ger Leidenſchaften faͤhig. Große Haiden und hohe Gebirge ziehen ſie denen, von der Natur am meiſten beguͤnſtigten Gegenden vor, bloß aus dem Grunde, weil ihre Vaͤter auch ſo lebten. Sie machen die ttreiten⸗ den Haufen des Schah aus, auf deren Muth er ſich verlaſſen kann. Im Fruͤhlinge verdingen ſie ſich auf einen Feldzug, und kehren im Winter wieder zu ihren Staͤmmen zuruͤck.
Die wichtigſten unter den tuͤrkiſch ſprechenden Staͤmmen ſind: die Afſcharen, Kadſcharen, Turkomanen, Beiaten, Talidſchen, Kara Tſchorlus, Kara Geuzlus,(Schwariaugige) und Schah⸗Sevens,(Koͤnigsfreunde); unter den Kurden: die Reſchwends, Schaghagis und Erdilanis, unter den Luren: die Zenden⸗ Feilis und Bakhtiaren, und unter den Arabern⸗ die Beſtami, Beni⸗Kiabs und Beni⸗Huls. Gegen Newruz, den erſten Tag des perſiſchen Jah⸗ res, gehen von Teheran Eilboten ab, und bezeichnen den Haͤnptlingen den Ort, welchen der Fuͤrſt zur Heer⸗


