Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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warten nach Tagesanbruche in einem großen Garten die Befehle des Koͤnigs. Den ausgezeichnetſten und edelſten erlaubt er, ſich zu ſetzen. Sklaven tragen in Schuͤſſeln die langen mit Perlen durchflochtenen Haare der Favoriten. Die Weiber und Knaben des Koͤnigs ſind mit den reichſten Stoffen bedeckt, letztere bedienen ihn und ſind koſtbar gekleidet.

XXV. Das Klima von Klein⸗Aſien und Perſien iſt nach der Richtung der obenerwhnten Gebirgskette verſchieden. Diarbekir und das ara⸗ biſche Jrak haben Hitze und Trockenheit; Daghe⸗ ftan, Georgien, Schirwan, Armenien, und ein Theil von Kurdiſtan und Aſerbeidſchan, Ghilan, Maſenderan und die Landſchaft Aſtera⸗ bad ſind feuchte Laͤnder. Im Winter ſind ſie mit Schnee bedeckt, im Herbſte regnet es haͤufig. Ihr Boden iſt fett und fruchtbar. Im Suͤd des Tau⸗ rus truͤbt ſelten ein Nebel die Luft, welche daher ſehr trocken iſt; meiſtens ſieht man nur leichte Woͤlkchen, welche einzeln nach Kandah arund Kabuliſtan flie⸗ hen, ohne ſich jemals noch im Waſſer aufzuloͤſen. Der Boden dieſer großen Landſtrecke iſt ſandig und dürr.

Die Stroͤme Perſiens, welche ſich in das kaspi⸗ ſche Meer ergießen, ſind hoͤchſt reißend, diejenigen, welche die Ebenen von Kaſchan, Kum, Ispahan und Schiras bewaͤſſern, fließen minder ſchnell, ver⸗ ſiegen deſto mehr, je weiter ſie von ihren Quellen