Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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In Zenstan mit erwa 2000 Haͤuſern und einem ſchoͤnen Baiar herrſchen die Acocharen, ein No⸗ madenamm. Der Palaß des Khaus iſt zierlich ge⸗ baut. In Zengian vereintgen ſich die beiden Wege, welche von Tauris und Ardebil nach Deheran fuͤhren.

Das Thal erweitert ſich, die Gebirge ſinken un⸗ veimerkt vom Fluſſe Kizil⸗Ouzer, der Gtenze Aſer⸗ beidſchan's vom perſiſchen Jrak ein, die Luft verliert an Elaſtieitaͤt, und der Boden wird un⸗ fruchtbarer.

Sultanieh ſetzt wegen des Umfanges ſeiner Ruinen in Erſtaunen. Die Umgebungen deſſelben ſind natuͤrliche Wieſengruͤnde ohne Boͤume von mehreren Fluͤſſen bewaͤfſert. Der jetzige Fuͤrſt ließ einen Pal⸗ laſt bierauffuͤhren, und balt daſelbſ jaͤhrlich Heerſchau.

Von Sultanieh nach dem Dotfe Abher ſind ſieben Paraſangen. Letzteres hat ſchoͤn gebaute Haͤu⸗ ſer und aumuthige Gaͤrten. Anfangs wohnte ich bei einem Kelanter(Brtsvorſteher). Ich mußte aber auf Einladung zu dem Khan in das ſchoͤne Thal Ku⸗ remdereh, welches eine Stunde von Abher ent fernt iſt. Der Khan, obwohl er geblendet war, em⸗ pfing mich mit vieler Achtung und hoͤchſt liebenswuͤr⸗ dig. Die Augen mit einer goldenen Platte ausbren⸗ nen zu laſſen, eine in Perſten ſehr gebrauchliche Strafe.