Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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durch Seufzen und Schluchzen, vergießt Thraͤnen, und ſtoͤßt am Ende ein klaͤgliches Geſchrei aus. Eite ſtarke Stimme wird bei ihnen mehr geſchaͤtzt als eine ſanfte und reine. Das Lob eines Saͤngers beſteht da⸗ rin, daß man ſagt, man hoͤrt ihn eine Paraſangs weit. Ihre Luſt zum Stehlen iſt ſehr groß. Im Win⸗ ter ſuchen ſie ein Dbdach bei dem Landmanne, wel⸗ chem ſie im Sommer einen Theil ſeiner Aernte raub⸗ ten. Mit dem Anfange des Fruͤhlings beginnen ſi ihre gewobnte Lebensart wieder. Ihre Zelte aus eimm Gewebe von grober ſchwarzer Wolle ſind nicht gar hoch, und werden mit einem Rohrgeflecht umzogen, worein ſie ihre Gepaͤcke legen. Ein mehrere Fuß tiefes Loch in der Mitte jedes Zeltes dient als Kuͤche und Ofen. Die Pferde ſind immer geſattelt, und anßen an Pfaͤhle gebunden. Trotz aller Raubſucht find dio Kurden doch außerordentlich gaßfrei; hintergehen aber oft die Reiſenden durch Schmeichelworte und luͤgen⸗ bafte Verſprechungen. Den Fremden machen ſie bei ihrer Abreiſe ein Geſchenk, ßecken ihm oft unbemerkt ein Boͤckchen, ein Lamm oder irgend etwas, welches er auf dem Wege brauchen kann, in das Gepaͤck.

IX. Den 19. Februar asos reiſten wir mit einem Selihdar des Paſcha ab. DerSchnee trieb die herum⸗ ſchweifenden Kurden in die Doͤrfer, und es war daher nicht leicht ein Ueberfall zu fuͤrchten. Am 22. kamen wir nach Soprak⸗kalleh. Fruͤh verließen wir dieſe