Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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nig, eine Art Tropfmanna, und ausnehmend gute Gallaͤpfel werden hier geſammelt⸗

Ein Theil Kurdiſtans gehoͤrt zur aſiatiſchen Zuͤrkei, der andere bildet eine Provinz des perſi⸗ ſchen Reiches. Das tuͤrkiſche Kurdiſtan enthaͤlt die acht Paſchaliks: Bajazed, Much, Van, Dſchu⸗ lamerk, Amadia, Suleimanieh, Kara⸗Lſcho⸗ lan und Zahn. Das Paſchalik Van ausgenommen, iſt der Großherr nur dem Namen nach Herr dieſes Landes. Der Hauptplatz der perfiſchen Kurden iſt Sineh.

Dieſe Voͤlker haben große und ſchoͤne Augen, Adler⸗ Naſen, eine weiße Geſichtsfarbe und einen hohen Wuchs. Alle bekennen ſich zur Sekte Omars, und unterſcheiden ſich durch die Leichtigkeit ihrer Kleidung von der tuͤrkiſchen Tracht. Die Stelle des Turbans vertritt eine Muͤtze von rothem Luche; um dieſelbe geht ein leichter Shawl von grellen Farben. An einem Ende der Muͤtze, welches tief auf die Schultern her⸗ abhaͤngt, ſind eine Menge ſeidener Quaſten. Sie ſchee⸗ zen das Haupt, und tragen Stutzbaͤrte.

Die Kurden ſind vortreffliche Reiter und Lan⸗ zenwerfer. Ihr hoͤchſter Genuß iſt kriegeriſche Vebung. Sie lieben Erzaͤhlungen, deren Inhalt Liebe, Kaͤmpfe oder tragiſche merkwuͤrdige Ereigniſſe enthaͤlt. Die kurdiſche Sprache beſteht aus dem arabiſchen und per⸗ ſiſchen. Ihre einfache Muſik iſt ausdrucksvoll und kla⸗ gend. Den Geſang unterbricht der Saͤnger manchmal