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ſrenge; ſein Weib ſchweift ſelten aus, weil es nicht in Geſellſchaft von Maͤnnern kommt. Die ar⸗ meniſchen Prieſter heirathen nur einmal, ſind ge⸗ ſchworne Feinde der Katholiken, und geben deßhalb dem Papſte von ganzem Herzen den Bannſtrahl zu⸗ ruͤck, welchen er ſeit laͤngerer Zeit auf ihr Schisma ſchleudert. 6 6
Von Armenien wenden wir uns zur Beſchrei⸗ bung Georgjens, Mingreliens, Kirkaſſien's u. ſ. w.
Georgien, das alte Iberien, hat ein ſchoͤ⸗ nes Klima und einen fruchtbaren Boden. Die Ein⸗ wohner, von jeher ihrer Tapferkeit wegen beruͤhmt, gelten fuͤr die beſten Soldaten Aſiens. Sie ſtanden anfangs unter den Tuͤrken, und ſpäter unter Per⸗ ſiens Koͤnigen. Die Georgier haben keine gut befeſtigte Stadt, da der Kaukaſus ihre Grenzen am beſten ſichert. Sie ſind faſt alle ſchoͤn, haben re⸗ gelmaͤßige Zuͤge mit einem edlen Weſen, und zeichnen ſich durch Pffenherzigkeit, Edelmuth und Sanftheit aus. Ihre Religion iſt die griechiſche. In Religions⸗ ſachen ſind ſie tolerant.
Tiflis, die Hauptſtadt Georgiens, am Fluße Kur, iſt groß, aber ſchlecht gebaut, und wird von einer unbedeutenden Zitadelle beſtrichen. Der Palaſt des Fuͤrſten hat auſſer ſeiner Weitlaͤufigkeit nichs Merkwuͤrdiges. Es iſt hier auch ein Haus fuͤr florentiner Kapuziner. Verſchiedene Nonnen⸗


