Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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kloſter dienen, um die Lochter bis zu ihrer Heirath ſicher zu bewahren. Die Nonnen legen ihr Geluͤbde nicht fuͤr immer ab; auch haben ſie einigen Antheil an dem Prieſterthume, ſo daß ſie taufen, und die letzte Delung geben koͤnnen.

Der Handel der Georgier beſteht in vieler Seide, in Weinen und Branntweinen gegen Umtauſche von ruſſiſchem Pelzwerke. Sie ſowohl, als andere Voͤlker am Kaukaſus verhandeln ihre Toͤchter an Kaufleute, um die Koſten der Hochzeit und der Erziehung zu ſparen. Die Soͤhne dagegen werden nicht verkauft.

Der Weinſtock kommt in Georgien ſo gut fort, als in der Lombardei. Die Georgier trinken gern, und berauſchen ſich oft; auch ihre Weiber haben dieſen Fehler. Die Georgierinnen ſind im Ganzen ſchoͤn, und zeichnen ſich faſt alle durch große ſchwarze Augen und roſenfarbige Wangen aus. Gegen Fremde ſind ſie wenig ſtreng; auch die jungen Maͤdchen ſind eben nicht ſchuͤchtern, und bewilligen ihren Liebhabern die hoͤchſte Gunſt, welche ſie ihnen geben koͤnnen.

Mingrelien, das Kolchis der Alten, zerfaͤllt in die zwei Provinzen: Imerette und Guriel. Das geraͤumige Land, unter dem Schutze der Kaiſerin Katharina II., liegt am ſchwarzen Meere, und hat Kupfer und Eiſenbergwerke nebſt unermeßlichen Wal⸗ dungen. Aus Liebe zur Jagd vernachlaͤſſigen die Einwohner alle anderen Vortheile und Nahrungsauel⸗ len. Die Mingrelier ſind wohlgebaut und die