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die Kette gelegt werden wollen, ihre Kerkermeiſter fuͤr dus Wachen bezahlen muͤſſen. Die Waͤchter ſchla—
fen nur dann, wenn jene ihrer Eiſen wegen nicht
entrinnen koͤnnen. Ein ſchrecklicher Umſtand fuͤr den, welcher ohne Geld in das Gefaͤngniß kommt! Und in dieſem Falle befand ich mich: denn ich hatte mein noch übriges Geld unter meine Reiſegefaͤhrten ver⸗ theilt, in der Hoffnung bei meiner Ankunft in Kon⸗ ſtantinopel ſogleich befreit zu werden. Doch aus dieſer Noth rettete mich ein tuͤrkiſcher Tabakshaͤndler, welcher fuͤr mich alles bezahlte, was man verlangte. Ich erhielt nun ein geſondertes Zimmer und die Kommunikation mit der Stadt ward mir nicht abge⸗ ſchnitten. Dieß benutzte ich dann ſogleich, um dem Grafen Choiſeul⸗Gouffier meine Lage kund zu thun, und ihn zu erſuchen, mir einiges Geld zu leihen. Lange ließ mich der Graf in Ungewißheit ſchweben. Der franzoͤſiſche Kaufmann Thoron ſchickte mir auf mein Erſuchen das noͤthige Geld, um meinen Tabakshaͤndler befriedigen und Feine übrigen Ausgaben beſtreiten zu koͤnnen. Am 11. Tage nach meiner Verhaftung brachte mir ein Dragoman, mit einem geheimnißvollen Weſen, und ohne ein Wort
zu ſagen, ein kleines Papier mit zehn Zechinen vom.
Geſandten. Beim Weggehen ſagte der Dragoman, daß ich meine Freiheit bald erhalten wuͤrde.
Am 23. erhielt der Kaimakan Befehl vom Groß⸗ weſſier, mich dem Geſa ndten aus zu liefern. Dieſer


