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dieſe lebendig oder nur den Kopf derſelben nach Kon⸗ ſtantinopel bringen.
Auch machte ich die Bemerkung auf dieſem Wege, daß die Tuͤrken, wenn ſie in das Lager zogen, uns die bitterſten Spoͤttereien anthaten; wenn ſie aber entflohen waren, ſich ſo demuͤthig betrugen, daß ſie uns kaum anzuſehen wagten. Auf den ſpottiſchen Zu⸗ ruf unſerer Fuͤhrer, daß ſie uns paſſiren laſſen und den Weg nicht beunruhigen moͤchten, entfernten ſich letztere alle von der Landſtraße.
Bei unſerer Ankunft zu Konſtantinopel lief alles zuſammen, um die Gefangenen zu ſehen; die Frauenzimmer warfen uns zwar nicht mit Steinen, ſagten uns aber doch recht artige Schmaͤhungen. Mir galten die Beleidigungen der vor uns hinſtroͤmenden Menge nicht, weil man mich in meiner tuͤrkiſchen Tracht fuͤr einen Fuͤhrer hielt; alte Muͤtterchen uͤber⸗ haͤuften mich ſogar mit Hoͤflichkeiten.
Auf dem Hofe des Kaimakan wurden wir aufge⸗ ſtellt; ich und meine beiden Diener wurden in das Gefaͤngniß des Kaimakan, die uͤbrigen Gefangenen unter Thraͤnen in den Bagno gebracht. Kaum wär ich daſelbſt, ſo ſtellte ein alter Janitſchar mir den An⸗ trag, ich und meine Diener ſollten in den Kerker gehen, und die Beine zwiſchen zwei Kloͤtze ſtecken, wenn ich mich nicht anders durch Zechinen von dieſer Marter loskaufen wollte; denn es iſt bei den Tuͤrk gebraͤuchlich, daß die Gefangenen, wenn ſie nicht an


