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verboten habe. Zum Gluͤcke erhielt der Großweſſier dieſen Brief erſt, ais ich ſchon drei Tage anf dem Wege nach Konſtantinopel war. Mein Tod wäre unvermeidlich geweſen, wenn der Brief eher angekommen, als ich in das Lager zuruͤckgebracht ward.
Die Tuͤrken fielen in das Banat, und erhielten Vortheile uͤber die Deſterreicher. Noch vor die⸗ ſem Einfalle wurde ich mit zehn oͤſterreichiſchen Ge⸗ fangenen von Niſſa nach dem Bagno gebracht. Von Sophia wurden wir, zwei zu zwei, an den Beinen geſchloſſen, und auf Wagen geſetzt. In allen Drten, durch welche wir kamen, empfingen die Weiber die Gefangenen mit einem Steinregen, aus Wuth, daß ihre Maͤnner oder Geliebten in den Krieg ziehen mußten. Nachts wurden wir an Ketten geſchloſſen; die Dbrigkeiten jedes Drtes gaben dieſel⸗ ben in Menge her. Die Gefangenen erhielten wenig; ich, der ich mit Geld verſehen war, that ſo viel ich konnte, fuͤr dieſelben.
Wenn ein Gefangener ſich wegen der Wunden nicht mehr auf dem Pferde halten konnte,(denn iu Philippopolis erhielten wir welche,) ſo ſchnitt man ihm den Kopf ab, ſtopfte denſelben mit Heu aus, und warf ihn in einen Sack. Die Fuͤhrer der Gefangenen kuͤmmern ſich nicht viel um dieſe: denn ſie bekommen die naͤmliche Belohnung, ob ſie


