Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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faͤngniß in den ſieben Thuͤrmen an. Der ruſſiſche Ge⸗ ſandte wurde auch wirklich in dieſelben gebracht, aber gegen alle Erwartung ſehr gelinde behandelt.

Den 29. September 4787 kehrte Ferrieres⸗ Sauvebveuf wieder nach Konſtantinopel zu⸗ rüͤck. Wegen meiner Beſchwerde uͤber das Betragen des Grafen gegen mich, entſtand zwiſchen mir und ihm ein Mißverſtaͤndniß. Sein uͤbles Verfahren gegen mich entſchuldigte er, daß er mir dadurch, indem meine Leute nach Smyrng ſegeln ſollten, etwas an den Koſten habe erſparen wollen; obwohl zu Smyrna die Wohnungen und Lebensmittel drei Mal theuerer ſind, als zu Fonſtantinopel.

Bei meiner dießmaligen Anweſenheit wohnte ein Geſandter von Tippo⸗Saib außerhalb Konſtan⸗ tinopel. Man machte ſeinetwegen wenig Auf⸗ wand, weil man erfuhr, daß die Schiffe mit den Ge⸗ ſchenken fuͤr die Pforte im perſiſchen Meerbuſen ge⸗ ſcheitert, und die noch uͤbrigen Geſchenke nicht be⸗ traͤchtlich ſeyen.

Die Bemuͤhungen um die Loslaſſung des ruſſi⸗ ſchen Geſandten, von Bulgakow, von Seite des franzoͤſiſchen und engliſchen Geſandten, halfen jenem zu nichts, als zur engeren Einſchließung, weil man befuͤrchtete, er mochte entfuͤhrt werden. So vft die Pforte mit Rußland in Krieg verwickelt iſt, wird all⸗ zeit der Geſandte letzterer Macht in die ſieben Thuͤrme

geſchickt; waͤhrend der oͤßerreichiſche Internuntius,