Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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welche wir fuͤr unſere Bruͤder hegten, brach dann in ein weitlaͤufiges Lob des Koͤnigs von Franreich aus, und endete ſeine Rede mit der Erhebung ſeines gro⸗ ten Propheten und deſſen Geſetzes, welches wir gleich⸗ falls annehmen moͤchten, um Heilige zu werden. Nach einer Erwiederung von unſerer Seite verſprach uns der Kaiſer mit wenigen Worten die Auswechſelung der Gefangenen und entließ uns. Die Geſchenke, welche wir dem Kaiſer machten, beſtanden in einigen koſtbaren Seidenzeugen, in feiner Leinwand aus der Bretagne, und ſilbernen, mit Gold eingelegten Bar⸗ bierzeugen. Ueber die ſeidenen Zeuge erfreuten ſich Ihro Majeſtaͤt ſo, daß ſie ſich noch an demſelben Tage eine Weſte von gruͤner Farbe machen ließen.

Wir beſchenkten unſere Fuͤhrer und die Miniſter, welche uns haͤufig beſuchten; das Ende eines jeden Beſuches aber war die Erpreſſung neuer Geſchenke. Nach einem langen Aufſchube ward uns der Entſchluß des Kaiſers bekannt gemacht: keinen einzigen Chriſten⸗ Selaven um Geld wegzugeben. Daher waͤre uns nur ein einziger Weg uͤbrig, die Chriſten⸗Selaven gegen die auf den franzoͤſiſchen Galleeren befindlichen Moh⸗ ren auszuwechſeln. Wir aͤußerten uͤber dieſen Ent⸗ ſchluß unſere Zufriedenheit, und verſuchten, Mann gegen Mann zu tauſchen. Am folgenden Tage erfuh⸗ ren wir zu unſerer groͤßten Beſtuͤrzung den endlichen Entſchluß des Kaiſers, nach welchem er drei Moh⸗ ren fuͤr einen Chriſten forderte. Alle Verſuche, wel⸗