23
ſchen Hertſcher ſtehende Sennaar. In Sſchelga auf der Graͤnze iſt der Eingang nach Habeſſinien.
Weit ſicherer und kuͤrzer aber iſt die Reiſe uͤber das rothe Meer, wenn man nur mit den Tuͤrken um⸗ zugehen weiß. Dieſer Seeweg iſt doppelt. Er fuͤhrt naͤmlich von Kairo entweder nach Suez oder Su⸗ eſſe, einem Hafen des rothen Meeres, und von da uͤber Gidda, einem andern Hafen, nach Suaguena und Matzus; und dieſen Weg pflegen gewoͤhnlich die Kaufleute einzuſchlagen. Oder, wenn man nicht ſo lange zur See reiſen will, ſo ſteuert man von Kairo nach Girgaͤa, reiſet von da zu Lande nach Ginna in zwei, und bis Alcoſſir in vier Tagreiſen; und von da ſetzt man ſeinen Weg uͤber Gidda wieder zur See fort. Dieſen Weg ſchlugen immer die Habeſſinil niſchen Metropoliten ein, und er iſt auch fuͤr Euro⸗ paͤer der bequemſte und ſicherſte. Ein dritter Seeweg nach Habeſſinien waͤre durch den Deean um Afrika; aber man muͤßte erſt irgendwo in Indien⸗ landen, um zur rechten Zeit in den Arabiſchen Meer⸗ buſen ſchiffen zu koͤnnen. Viele wuͤrden dieſen, obwoh⸗ beſchwerlichen Weg dennoch vorziehen, wenn nur die Pabeſſinier einen Hafen beſaͤßen, um die Reiſenden nicht der Gewalt der Tuͤrken ausſetzen zu muͤſſen. Nur auf einem durch die Gallaner noch uͤberdieß un⸗ ſicheren Umwege Baylur, den Hafen der mit den Habeſſiniern in freundlichem Verhaͤltniſſe ſtehenden Dankalenſer, waͤre dieſer Weg zu machen. Des


