Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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baͤuden zu wohnen, mit Bergkluͤften. Daß die Bau⸗ kunſt in der Folge der Zeiten aus Habeſſinien verſchwunden war, zeiget das Staunen und die Ver⸗ wunderung ſeiner Bewohner uͤber die Gebaͤude, welche

ſpaͤter durch die Jeſuiten in Habeſſinien aufgefuͤhrt wurden.

IV. Von den Reiſen der Habeſſinier, und von der Reiſe nach Habeſſinien.

Trotz ihres großen Mangels an auslaͤndiſchen Waaren und Gegenſtaͤnden, trotz ihrer großen Unwiſ⸗ ſenheit in ſchoͤnen ſowohl, als mechaniſchen Kuͤnſten, unternehmen die Habeſſinier doch keine Reiſen außer⸗ halb ihres Vaterlandes, oder können vielmehrkeine mit Erfolg und Nutzen unternehmen, weil ſie weder Kennt⸗ nitß fremder Sprachen und Laͤnder beſitzen, noch die europaͤiſchen Voͤlker, die ſie faͤmmtlich Franken nennen, und von denen ſie nebſt den Portugieſen nur noch die Englaͤnder und Hollaͤnder als Handel trei⸗ bende Volker kennen, zu unterſcheiden wiſſen, noch Wechſel⸗ oder Korreſpondenz⸗Geſchaͤfte verſtehen. Dazu kommen noch die gefahrvollen Wege durch wuͤſte Gegenden, und ihre Armuth. Sonſt, als noch Mam⸗ melucken uͤber Aegypten herrſchten. machten ſie wohl baͤufige Reiſen nach Jeruſalem und von da nach Romz aber die Raubſucht und die Grauſamkeit der Tuͤrken macht ihnen auch dieſes ungemein ſchwer.

Zum Reiſen bedient man ſich in Ha beſſinien