Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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werfen ſie ſich auf den Boden, wie raſend den Kopf Legen die Eide ſtofend. Die Leichenzuge ihrer Könige ſind ſehr anſehnlich und prachtvoll.

III. Von dem Stande der mechaniſchen Künſte und Handwerke in Habeſſinien.

An nichts leiden die Habeſſinier einen fuͤhlbareren Mangel, als an der Kenntniß von Handwerken und

mechaniſchen Kuͤnſten. Sie find es, die den Menſchen

ſo unſchaͤtzbare Vortheile, ſo unzaͤhlige Bequmlichkei⸗ ten gewaͤhren, und aller diefer Vortheile und Beguemlich⸗ keiten muͤſſen die armen Habeſſinier entbehren. Die Ju⸗ den fertigen faſt ganz allein alle Holz⸗ und Eiſen⸗ Arbeiten, da dem Habeſſinier beſonders letztere, man weiß nicht aus welchem Grunde, ſehr verhaßt find. Uebrigens verfertiget ein Jeder ſich ſelbſt das, was er zu ſeiner geringen Wirthſchaft nothig hat, und lehrt deſſen Verfertigung wieder ſeine Kinder, ſo daß einzelne Handwerke in einzelnen Familien und einigen Diſtrikten ſich forterben. Nur die Vornehmen baben einige Sklaven zur Bereitung des Noͤthigen. Daß die Baukunſt und auch andere mechaniſche Kuͤnſte wohl ehemals in Habe ſſinien einheimiſch waren, beweiſen die majeſtaͤtiſchen Nuinen von Aru⸗ ma. Aber unter den Adelenſiſchen, Galleniſchen und buͤrgerlichen Kriegen verwilderte die Nation, alle ſchönen Kuͤnßte verſchwanden aus ſeiner Mitte, und die Habeſſinier begnuͤgten ſich, Fatt in glaͤnzenden Ge⸗