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U. Von denhhauslichen Verhaͤltniſſen der Habeſſinier, ihren Ehen, Nahrung, Kleidung ꝛe.
Die Habeſſinier leben nach chriſtlicher Weiſe in Mo nogamie. Mehrere Weiber zu haben, verweh⸗ ren ihnen zwar kirchliche Geſetze und Strafen, keines⸗ wegs aber politiſche Verordnungen. Uebrigens ma⸗ chen ſie weder bei Schließung, noch bei Trennung
ihrer Ehen viele Umſtaͤnde. Ihre hochzeitlichen Ge⸗ braͤuche ſind nicht in allen Provinzen dieſelben, und ihre genauere Beſchreibung gehoͤrt ohnehin eigentlich nicht hieher.
Die Nahrung der Habeſſinier iſt aͤußerſt ſchlecht und gering. Rohes oder halbgekochtes Rindfleiſch, Galle als Gewuͤrz, die von den Stieren ſchon ver⸗ zehrten und halbverdauten Kraͤuter, mit Pfeffer und Salz wohl gewuͤrzt und als Senf genoſſen, ſind ihnen Leckerbiſſen.— Die Viehzucht treibenden Staͤmme le⸗ ben von dem Fleiſche und der Milch ihrer Heerden, 5 und wiſſen ſich von ihnen auch koͤrperliche Bedeckung zu bereiten. Auch verfertigen ſie ſehr gute Butter und Kaͤſe, welches ſie jedoch aus Mangel an taugli⸗ chen Gefaͤßen nur mit Muͤhe bewerkſtelligen. Genieß⸗ barer, als ihre Nahrung, iſt ihr Getraͤnke, welches ſie aus Honig bereiten, und welches ziemlich berau⸗ ſchend iſt. Das Bier, welches ſie aus allerlei Fruͤch⸗
ten ſich brauen, verdient, da es ohne Hopfen gebrauet
iſt, wohl nicht dieſen Namen. Die Zeit nach ibren
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