Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Bannfluͤche des Patriarchen, erwartete keinen weitern Befehl, ließ den Leichnam ausgraben, und vor die Thuͤre des Tempels werfen. Heftig erbitterte dieß die Habeſſinier, und der Koͤnig ſelbſt, der ein ſolches Be⸗ ginnen fuͤr eine Kraͤnkung ſeiner Majeſtaͤt anſah, da die vorigen Metropoliten nie dergleichen ſich angemaßt hatten, ward hoͤchlich daruͤber aufgebracht.

Dieſe und noch mehrere andere dergleichen Um⸗ ſtaͤnde waren es in Verbindung mit den Gegnern des Patriarchen und der Jeſuiten, welche dieſe endlich um das letzte Reſichen koͤniglicher Zuneigung brachten. Ja man wußte bald Suſneus dahin zu bewegen, daß er den Ras⸗Seelaxus auf einen bloßen Verdacht die Statthalterſchaft uͤber Gojamo und das Kom⸗ mando uͤber die ihm anvertrauten Kriegs⸗Voͤlker nahm, und ſo den eifrigſten Beſchuͤtzer der roͤmiſchen Religion einflußlos machte. Zudem erhob ſich in eben dieſer Zeit die Parthey des Decla⸗Georg unter dem koͤniglichen Prinzen Melcaxus zu einer groͤßern Staͤrke als ehemals. Sie wurde von dem ſtarken Felſen Laſta, auf dem ſie ſich feſtſetzte, La⸗ ſtenſer genannt. Die konigliche Armee focht mit abwechſelndem Gluͤcke gegen ſie: man war genoͤthiget, den kriegserfahrnen Ras⸗Seelaxus in ſeinen vori⸗ gen Poſten einzuſetzen, wodurch die Sache des Patriar⸗ chen einigermaßen wieder gut zu werden anfing. Allein ein Unfall, der den Ras⸗Seelaxus traf, ward die Urſache ſeines abermaligen Sturzes, und nun konnten