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des Aleyandriniſchen Metropoliten nicht fuͤr gultis anſehe,(darum wurden auch viele Prieſter noch ein⸗ mal ordinirt). Ferner: daß jeder nur den roͤmiſchen Gottesdienſt ausuͤbe, und Widerſpenſtigen keine Zuflucht gewaͤhret wuͤrde: der dawider Handelnde ſollte mit dem Tode beſtraft werden, ꝛe.— Weiter errichtete und erbaute der Patriarch, welcher verſchiedene Werkleute aus Eu⸗ ropa mit ſich gebracht hatte, an den Graͤnzen von Bagemdra und Dembea, und an mehreren an⸗ deren Drten des Reſches Sitze fuͤr ſich und fuͤr die uͤbrigen Jeſuiten— brachte die Tempel in beſſeren Zuſtand, reiſte im Lande umher, taufte Bekehrte, or⸗ dinirte Kleriker, und ertheilte auch hier und da die Firmung. Unter mehreren andern Einrichtungen, die er traf, war die eines Seminars, in welchem 6o, theils Habeſſiniſche, theils Portusieſiſche Knaben er⸗ zogzen wurden.
Bisher hatte Mendez alle ſeine Anordnungen und Neuerungen unter dem Beifalle des Koͤnigs und der Großen durchgeſetzt, wiewohl auch andere auf den gluͤcklichen Fortgang derſelben mit ſcheelen Augen ge⸗ ſehen, ja manche offenbar dagegen ſich aufgelehnt hat⸗ ten. Wirklich begann auch von nun an das Gluͤck des Patriarchen ſich zu neigen, und mehrere Begeben⸗ heiten wukten zuſammen, ſeinen Sturz herbeizufuͤhren.
Teela⸗Georgius, ein Schwiegerſohn des Koͤ⸗ nigs, mit welchem er ſchon laͤngere Zeit nicht im be⸗ ſten Einverßaͤndniſſe kbte, verband ſich mit noch zwei


