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geweihet war, ſeine Reiſe antrat, und nach Ueberwin⸗ dung großer Schwierigkeiten mit ſechs Gefaͤhrten, uͤber Fremona nach Georgora, am koͤniglichen Hoffager anlangte, wo er im feſtlichen Aufzuge und unter dem Zuſauchzen der Gegenwaͤrtigen vor des Fön igs Zelt gefuͤhret ward. Unter andern ward hier ſog eich ausgemacht, daß am 11. Februar 1626 dem roͤmiſchen Pabſte Treue und Glauben öͤffentlich ge⸗ ſchworen werde, was am beſtimmten Tage auch unter großen Feierlichkeiten in Gegenwart des Koͤnigs, ſei⸗ nes Erſtgebornen Baſilides, ſeiner Bruͤder, der Virekonige und Statthalter des Reiches vor ſich ging. Zu bemerken iſt, was bei dieſer Gelegenheit Ras⸗ Seelarus ſeinem Schwure beifuͤgte: daß er naͤmlich auch zugleich vor Baſilides, dem Erben und Nach⸗ folgers ſeines Bruders ſchwoͤre; er wuͤrde deſſen trener Vaſall ſeyn, ſo lange er den h. katholiſchen Glauben in Schutz nehmen wolle; außerdem werde er ihn zum grimmigſten Feinde haben— eine Aeußerung, die das Verderben des Ras⸗SeLaxus beſchleunigte, und der roͤmiſchen Kirche doch nichts nutzte.— Der ganze Akt ſchloß ſich mit Aus ſprechung der Cxkommunieation Lgegem alle jene, die ihren Schwur vergeſſen wuͤrden. Der Patriarch Mendez ging hierauf an ſeine autlichen Verrichtungen, bewirkte mehrere Edikte in Betreff des Cultus, unter anderen, daß kein Pricßer chne ſeine Erlaubniß Meſſe leſe, oder eine andere kirch, liche Vetrichtung vornebme, weil er die Ordinationen


