ßen der Mutter und Kinder hatte einen duͤſtern An⸗ ſtrich von Wehmuth. Joſephe fand den Geliebten ihrer Jugend, fand ihre Kinder wieder, aber ſie hatte den geliebten Bruder zu beweinen, denn auch der edle George d'Armeval war als ein Opfer des Fa⸗ natismus gefallen.
Funfzehntes Kapitel.
umblüht und umſchattet vom duftigen Flieder Sitzet, am Schooße das tändelnde Kind,
Meiſter Schmieds Gattin im roſigen Mieder Mit lichtblauem Vande, ſo wie er es minnt.
Der Meiſter im Schurzfell und Werkeltagskleide, Trocknend ſein glühendes Angeſicht,
Stehet daneben und horchet voll Freude
Dem, was zum Söhnchen das Mütterlein ſpricht.
Der Schmied von F. E. Scherer.
Aus la Rochelle kamen ſehr ſchlimme Nachrich⸗ ten; die Stadt war uͤberfallen, gepluͤndert, ange⸗ brannt und die Bewohner geſchlachtet worden. Dort⸗ hin zuruͤckzukehren war fuͤr die Fluͤchtlinge unmog⸗ lich, in Chatillon war die Familie auch keine Stunde 3 ſicher, und ſo entſchloſſen ſie ſich denn Alle, die Familie Gaſtine mit eingerechnet, nach der Nor⸗ mandie in Frau Joſephens Heimath zu wandern, wo der Fanatismus noch nie ſein bluttriefendes
Storchs Fanatiker II. 13


