lot, dem Kammerherrn folgend, als wie zur Die⸗ nerſchaft des Hofes gehoͤrig. Auf dem Kirchhof an⸗ gelangt, blieb er auf einen Wink du Froiſſets zuruͤck, und ſogleich faßte ihn Ceſar am Arm, der ihm von weitem gefolgt war. Eilig zog dieſer den Ermatteten mit ſich fort, um auch ihn zu den Geretteten in Sicherheit zu bringen. Als ſie um eine Straßen⸗ ecke bogen, bruͤllte ſie plotzlich eine graͤßliche mordgie⸗ rige Stimme an:„Wer ſeid Ihr? Looſung!“
„Freunde des Koͤnigs von Frankreich und ka⸗ tholiſche Chriſten!“ entgegnete Ceſar.
„Schurke, Du luͤgſt! Ihr habt zwar die Ko⸗ karde, ſeid aber doch Ketzer!“ rief der Andere und ſtieß mit einem Dolche nach ihm, doch Charlot, wel⸗ cher die Stimme zu erkennen meinte, entwaffnete den Ungeſchickten, und Ceſar rannte ihm den Degen durch den Leib. In dem Augenblick zogen einige Mordgeſellen mit einer Fackel voruͤber, und die fluͤch⸗ tigen Rocheller erkannten Maurice André's Geſicht. Sterbend waͤlzte er ſich auf dem Boden und hauchte unter Verwuͤnſchungen ſeine ſchwarze Seele aus.
„Ewige Vorſicht!“ rief Ceſar,„dieſes Scheu⸗ ſal hat viele Verbrechen auf ſich geladen, denn er verrieth Gaſtine; und mich mußte Gott meiner un⸗ bewußt zum Werkzeug der Rache machen!“
Ueber Leichenhaufen hin ging ihr Weg; das Morden dauerte immer noch fort, obgleich ein He⸗ rold Ruhe in der Stadt angeſagt hatte.
In einem verſteckten Keller des Palais Guiſe


