Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Alles, was er ſeit jener Zeit, da er hier 8 erlebt, nur ein Traum.

Brav, mein Junge! rief Karl kindiſch freu⸗ dig.Ich wußte wohl, daß Du in Paris ſeiſt, ſagte er dann vertraulich;ich hatte Dich ja in den Reihen der Hugenotten erkannt, und nun hoffte ich ſtets, Du wuͤrdeſt zu mir kommen, und da Du nicht kamſt, war ich boͤſe auf Dich. Es war ein⸗ mal eine Zeit, haͤtt' ich Dich da ſo gehabt, wie jetzt, Mordelement! ich haͤtte Dir einen gluͤhenden Eiſen⸗ ſtab durch den Leib geſtoßen. Aber jetzt, gerade heute Nacht bin ich Dir wieder recht herzlich gut, mein Junge. Jetzt war's aber auch die hoͤchſte Zeit und der Himmel ſelbſt hat Dich zu mir gefuͤhrt. Ich bin nun auch gar nicht boͤſe mehr auf Dich, Du warſt ja des Admirals Knecht und mußteſt thun, was er Dir hieß. Dafuͤr ſtirbt er dieſe Nacht und Du bleibſt leben. Kein Haar ſoll Dir gekruͤmmt werden.

Wie, Sire? Ihr erſchreckt mich!

Sei ruhig, mein Sohn! Mit Eurer verdamm⸗ ten Hugenottenbrut iſt's aus in dieſer Nacht. Ver⸗ halte Dich nur ganz ruhig in der Werkſtatt, hier wird Dir kein Finger wehe thun, und morgen wirſt Du ein guter Katholik und wieder mein Gehuͤlfe.

Damit verließ der Koͤnig den angſtvoll Be⸗ draͤngten und keine Bitte vermochte die Majeſtät, ihn zu entlaſſen; vielmehr verſchloß der Monarch die Thuͤren ſelbſt und ließ den Verzweifelnden allein, der