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nung des Verbrechens ſein könnten. Des Konigs Theilnahme an Coligni's Unfall ſchien wahrhaftig; auch Katharina ſtellte ſich ſehr entruͤſtet und bekuͤm⸗ mert daruͤber. Dieſer Anfall auf den Abmiral lag gewiß nicht in ihrem Plane, und ſie hatte vorher nichts davon gewußt. Zur Verfolgung des Moͤrders wurden die ernſtlichſten Anſtalten getroffen und gegen den Herzog von Guiſe ein Verhaftsbefehl erlaſſen, ſo daß er ſich verbergen mußte. Alle Thore wurden geſchloſſen.
In der heftigſten Unruhe vergingen zwei Tage; am erſten hatte der Koͤnig und ſeine Mutter den Admiral auf ſeine Bitten beſucht, die Aerzte ver⸗ ſprachen Coligni's Herſtellung. Noch am ſelbigen Tage hielten die vornehmſten der Proteſtanten eine Verſammlung, um ſich uͤber das, was ſie nun zu thun hätten, zu berathen, aber ihre Anſichten waren ſo verſchieden, daß ſie zu keinem Reſultat kamen. Doch Katharina hatte beſchloſſen; mit dem Herzog von Guiſe und dem Herzog von Aumale, die Beide verkleidet und maskirt bei ihr waren, hatte ſie den teufliſchen Plan ausgedacht; der Marſchall Retz wurde dann davon untertichtet. Man bedurfte nur noch der Einwilligung des Koͤnigs, und dieſe ſchien bei ſeinen an den Tag gelegten Geſinnungen ſchwer zu erlangen, denn mit Ernſt drang er auf Guiſe's Ver⸗ folgung und Beſtrafung, mit Ernſt war er dem Ad⸗ miral liebend zugethan.
Schon nahte der Abend, da trat Marſchall Retz


