Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Er hatte ſo eben einen Brief erhalten, ihn entfaltet und ſchritt leſend langſam vorwaͤrts. Da fallt aus einem kleinen Hauſe, an welchem er voruͤber geht, ein Schuß auf ihn, welcher ihm mit zwei Kugeln den Mittelfinger der rechten Hand und das Gelenk des linken Ellenbogens zerſchmettert. Erſchrocken ſte⸗ hen ſeine Begleiter; ruhig zeigt er auf das Haus und ſagt:daher kam der Schuß; man dringt hinein, findet es aber menſchenleer bis auf eine Magd, welche, des Vorfalls unwiſſend, berichtet, das Haus

gehore einem Stiftsherrn von St. Germain lAuxer⸗ ½ rois, Namens Villemeure, ein Mann, welcher

ſonſt Hofmeiſter des Herzogs von Guiſe geweſen war* und ſei der Dienerſchaft des Herzogs zum Auf⸗ enthalt angewieſen.

Der Koͤnig, von dem Vorfall augenblicklich un⸗ terrichtet, kam in die groͤßte Wuth und ſchwur mit graͤßlichen Fluͤchen, dieſen meuchelmoͤrderiſchen An⸗ griff auf das Strengſte zu raͤchen. Alle Calviniſten geriethen in Angſt und viele ſchlugen vor, ſich uͤber die Seine hinuͤber in die Vorſtadt St. Germgin zu⸗ ruͤckzuziehen;, doch Coligni baute auf des Königs Rechtlichkeit, der ihn ſogleich mit Navarra und Condé beſuchte und der ſchmerzlichen Operation beiwohnte. Die letztgenannten beiden proteſtantiſchen Fuͤrſten ba⸗ ten den Koͤnig um die Erlaubniß, ihrer Sicherheit wegen ſogleich Paris verlaſſen zu duͤrfen, aber Karl gelobte ihnen Sicherheit mit Koͤnigswort und bat

ſie zu bleiben, damit ſie Zeugen der ſtrengen Ah⸗ 12*