Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

Wohin, Verruchte, reißt euch eure Wuth?

Was gürtet ihr euch mit dem blanken Schwerte? Hat noch zu wenig Römer⸗Blut

Das Meer geröthet und die Erde?

Horaz Epoden ViI. 1 6, nach E. Günthers Uebertragung.

Die Vermaͤhlung mit all ihren prächtigen Feier⸗ lichkeiten, Baͤllen, Schauſpielen und Turnieren war voruͤber. Die Koönigin Mutter hatte Alles mit wahr⸗ haft ſchoͤpferiſchem Geiſte ſelbſt angeordnet und allegoriſche Schauſpiele erſonnen, welche auf einer Buͤhne im Palaſt Bourbon von der koͤniglichen Fa⸗ milie ſelbſt vorgeſtellt wurden, waͤhrend ſie zu glei⸗ cher Zeit uͤber dem Verderben der Hugenotten brutete. In einer jener bizarren Allegorien glaubten viele Proteſtanten ein ſchlimmes Schickſal fuͤr ſie angedeu⸗ tet und verließen Paris. Fuͤnf Tage lang hatte das trugeriſche Freudenfeſt gedauert, am ſechſten riß ſchon die duͤnne Blumenhuͤlle, welche den Abgrund ver⸗

deckte, und zwei Tage darauf ſtürzte ſie ein, und

Tauſenbe fanden rettungslos den Tod. um eilf Uhr Morgens, Freitags den 22. Au⸗ guſt, kehrte Coligni aus dem Louvre, wo er den König, den Herzog von Guiſe und ſeinen Schwie⸗ gerſohn Deligny geſehen, nach der Straße Betiſi, wo er ſeine Wohnung hatte, begleitet von zwei bu Saeti Edelleuten und einigen zurid.