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o ich ſelbſt vermoͤchte mich vielleicht nicht zu beherr⸗ ſchen, und der Friede ihres Lebens waͤr' auf ewig
dahin. Sobald die Calviniſten in Paris angelangt
ſind, ziehe ich mich ganz in das Kloſter zuruͤck, wo mir ſchon eine Freiſtadt aufgethan iſt, und dort hat Niemand Zutritt zu mir, als Du.“
„Und Du willſt doch der Welt nicht ganz dort entſagen?“ ſagte Jeannette erſchrocken.
„Was bleibt mir ſonſt uͤbrig? Meine Liebe auf Erden iſt eine Suͤnde, ſo ſoll ſie ſich zum Himmel ſchwingen. Zwar im Herzen eine eifrige Proteſtan⸗ tin, wie ich, ſollte kein Kloſter waͤhlen, aber unſerm Glauben fehlt es an einem Zufluchtsort fuͤr gebro⸗ chene Herzen, und ich ſuche Gott, die Ruhe, die Abgeſchloſſenheit, und das find' ich allein dort.“ Weinend ſanken ſich die Maͤdchen in die Arme und kuͤßten ſich die Thraͤnen von den Wangen.
Nach einigen Wochen kam die Nachricht, daß der Zug der Hugenotten auf dem Wege nach der Hauptſtadt begriffen ſei. Der Koͤnig von Navärra, der junge Prinz Condé und eine große Anzahl der beſten proteſtantiſchen Edelleute in ihrem Geſolge, ritten dem Admiral mehrere Stunden weit entgegen. Ganz Paris ſtroͤmte zuſammen, um den Einzug des beruͤhmten Hugenottenhaͤuptlings zu ſehen. Er ritt in der Mitte, zwiſchen dem Koͤnig von Navarra und dem Prinzen Condé, und an acht hundert Edelleute, die Bluͤthe des ganzen proteſtantiſchen Adels, folgten Paarweiſe; hinten kamen die Frauen zu Roß und


