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Bund. Was aber hatten ſich dieſe beiden holden Geſchoͤpfe nicht mitzutheilen! Entzuͤckt lauſchte Louiſe, wenn Jeannette ihr von der wiedergefundenen Mut⸗ ter, Frau Joſephe Dallain, erzaͤhlte und ihr die Tu⸗ gend dieſer Frau mit den lebhafteſten Farben ſchil⸗ derte. Und Jeannettens Bruſt hob ſich dagegen hoͤher, wenn Louiſe ihr von den Leiden des Bru⸗ ders Ceſar berichtete, wie er nur ſie, die erſte Ge⸗ liebte wahrhaftig liebe, wie er gerungen und mit ſich ſelbſt zerfallen uͤber ſeinen Leichtſinn und ſeine Nachgiebigkeit gegen den Vater, zuletzt an Gott und der Welt verzweifelt ſei, bis endlich der Stern der Liebe durch das finſtere Gewoͤlk ſeines Lebens ſo freundlich gebrochen und allem Jammer ein Ende gemacht habe. Nur wenn Jeannette ihres Bruders Namen nannte, truͤbte ſich Louiſens Blick, und einſt, als ſie von ſeiner Hochzeit mit Henrietten erzaͤhlte, brach die Freundin in einen Strom von Thraͤnen aus. Zwiſchen dieſen Kindern der Natur konnte kein Geheimniß ſein und ſo erfuhr denn Jeannette auf ihr dringendes Bitten, was ihr bis jetzt ein tiefes Geheimniß geweſen war, Theophiles und Louiſens gegenſeitige Liebe, ja die heftigſte unbeſieg⸗ bare Leidenſchaft der neuen Freundin zu Henriettens Gemahl.„Ich beſchwoͤre Dich,“ ſchloß ſie den traurigen Bericht,„Deinen Bruder von jedem Ven ſuche, mich zu ſehen, abzuhalten; es wuͤrde mein Tod ſein. Auch ſein gluͤckliches Weib mag und darf ich nicht ſehen; mein Anblick koͤnnte ihr Alles verrathen;


