Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

171

ich Euch nur, ich beneid' Euch um dieſe Liebe, aber Ihr ſeid derſelben nicht werth.

Mit ſteigender Leidenſchaft hatte Ceſar des Koͤ⸗ nigs Rede angehoͤrt, jetzt ſtuͤrzte er zu Jeannettens Fuͤßen und rief freudig:Waͤr's moͤglich, Jean⸗ nete, Du liebteſt mich noch, den Ungetreuen, Du hätteſt mir verziehen? ich duͤrfte wieder an einen Himmel, an eine Seligkeit glauben?

Du darfſt es, Du ſollſt; kehre zuruͤck! ſei wieder der Unſtige, und ich bin die Deine, wie ich es ſtets war, erwiederte ſie zaͤrtlich, ihm ihre Hand uͤberlaſſend, die er mit gluͤhenden Kuͤſſen bedeckte.

Ich bin es ſchon, ich gehoͤre Euch ganz wie⸗ der an! jubelte Ceſar.

Und mich laßt fuͤr die Ausſtattung ſorgen, ſagte der Koͤnig, ſtolz auf den erſten Sieg uͤber ſich ſelbſt;der Himmel ſegne Euren Bund! rief er geruͤhrt und legte Jeannettens Hand in die Ceſars.

Schon habe ich vernommen, ſagte dieſer, daß die Calviniſten, Coligny an der Spitze, nach Paris zu Eurer Vermaͤhlung kommen, Majeſtat. So lange ſie ſich nun in Paris aufhalten, bitte ich, meine Verbindung geheim zu halten; mit ihnen verlaſſe ich dann die Hauptſtadt, ein reuiger Suͤn⸗ der, dem ſich des Himmels Thron wieder oͤffnen, und bin dann Dein Gatte, und wieder ein guter Calviniſt!

Und das ſoll, ſo Gott will, bald geſchehen,