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locken, beſchloß man endlich die Fahrt nach Douce⸗ repos, und dagegen hatte Henriette nichts einzuwen⸗ denz ſie hoffte dort Beſſerung des Gemuͤthszuſtandes ihres Theophile. Das Toͤchterchen mußte die Reiſe in Gemeinſchaft ſeiner Eltern, des Großvaters, des Oberſten, des Freiherrn d'Autelant Dathis, Ma⸗ riens, ſeines Weibes, und ſeiner Kinder mitmachen. Ja, die alte Baſe Margot Saiſon war, auf ihr aus⸗ druͤckliches Verlangen, mit von der Partie; ſie ſehnte ſich nach ihrem Liebling Jeannette. Wohl behalten kam die zahlreiche Familie mit ihrem Gefolge, deſſen Anfuͤhrer der rechtſchaffene Pierre Arbet war, auf dem einſamen Schloſſe an; aber wie erſtaunten Alle, als ſie Joſephen allein fanden! Man wußte nicht, ob man ſich uͤber die Nachricht von Jeannettens Beſtallung zum Hoffraͤulein der Koͤnigin von Navarra freuen oder traurig ſein ſollte. Doch bald wurden die Gedanken der Anweſenden auf einen andern Ge⸗ genſtand gelenkt. Mit entbloͤſtem Haupte, deſſen Nacken nur noch wenig Silberlocken zierten, nahte der Buͤrgermeiſter d'Alban der Frau Dallain, und ſagte mit zitternder Stimme:
„Koͤnnt Ihr dem Greiſe verzeihen, was der Mann an Euch verbrach, ſo reicht mir Eure Hand, und laßt mich nicht aus der Welt gehen, ohne mit Euch ausgeſoͤhnt zu ſein. Bedenkt, was geſchehen, iſt nicht zu ändern; aber was wir blinde Menſchen Boͤſes thaten, kehrt auch nicht wieder zuruͤck;
Storchs Fanatiker. I. 11


