Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Rochelle eingeladen, den Bitten des Hofes nachzu⸗ geben, da gar keine Bedenklichkeiten mehr ſeien, und ihn in Chatillon zu beſuchen, wo er jetzt wieder recht heiter und haͤuslich eingerichtet ſei. Aber gerade in la Rochelle gedachte man der fruͤheren Treubruͤche noch am lebhafteſten, traute den ſchmeichleriſchen Einla⸗ dungen des Königs nicht, und behielt ſtets im Ge⸗ dächtniß, wer Katharina von Medicis ſei. Die Haͤupter der Stadt und der alte eisgraue Buͤrger⸗ meiſter an ihrer Spitze zoͤgerten von einer Zeit zur andern, ſich endlich den Befehlen der Regierung zu unterwerfen, und den Koͤnig von Frankreich als ihren Herrn anzuerkennen. Schon einigemale war es in der Familie d'Alban beſchloſſen, den Zug nach Chatillon, wenn auch nicht nach Paris anzutreten, und dem alten bewährten Freunde muͤndlich zu ſei⸗ ner neuen ehelichen Verbindung Gluͤck zu wuͤnſchen, und ihn in ſeinem wiedererſtandenen Eldorado heim⸗ zuſuchen; aber ſtets war die Reiſe auf Henriettens Bitten unterblieben. Nicht allein wollte ſie den geliebten Gatten ziehen laſſen, ſie vermochte nicht, ſich von ihm zu trennen, zumal da er ſeit einiger Zeit ſtets von duͤſterer Schwermuth befangen war, die in eine foͤrmliche Krankheit auszuarten drohte. Doch auch nicht von ihrem kleinen Toͤchterchen, deſ⸗ ſen ſie im vergangenen Winter geneſen war, wollte ſie gehen. Als nun aber der Mai all ſeinen Putz herauslegte, um die Menſchen aus ihren ſtei⸗ nernen Palaͤſten und hoͤlzernen Huͤtten herauszu⸗