Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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Lebt wohl, ihr Freunde! Sehn wir uns Vielleicht zum letzten Mal,

So denkt: In dieſer Prüfungszeit Reift Freundſchaft für die Ewigkeit,

Und Gott iſt überall. Schubart.

Coligny befand ſich auf ſeinem Beſitzthum in Chatillon. Seit ſeinem Beſuch beim Koͤnig in Blois und Paris im vorigen Jahre war er emſig mit Wiederaufbauung ſeines zertruͤmmerten Schloſſes und ſeiner abgebrannten Doͤrfer mit der Wiedereinrich⸗ tung ſeiner verwuͤſteten Gärten, Weinberge und Län⸗ dereien beſchaͤftigt geweſen. Im Herbſte des verwi⸗ chenen Jahres 1571 hatte er ſich mit einer be⸗ waͤhrten Freundin, der Graͤfin Jaqueline von Entre⸗ mont, zum zweitenmale vermaͤhlt, hatte in einem ununterbrochenen Briefwechſel mit dem Koͤnige ge⸗ ſtanden, und ſah nun mit freudiger Gewißheit der Erfullung ſeines Lieblingswunſches entgegen, einem Kriege gegen die wuͤthigen Spanier in den Nieder⸗ landen, wozu der Koͤnig, nach des Admirals Angabe, ſchon alle nothigen Vorkehrungen machte. Den Proteſtanten ward durch das ganze Reich freie Reli⸗ gionsuͤbung noch einmal feierlichſt zugeſichert, und der Friede von St. Germain in allen ſeinen Punk⸗ ten beſtaͤtigt.

Schon hatte der Admiral ſeine Freunde in la