Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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wieder das Bette huͤten. Am ſechsten Tag ihrer Krankheit ſtieg das Uebel ploͤtlich mit jeder Minute, und als die Aerzte kamen, war ſchon nicht mehr an Rettung zu denken. Zur großten Beſtuͤrzung ihrer ganzen Umgebung gab die Koͤnigin noch in derſelben Nacht unter den heftigſten Kopfſchmerzen den Geiſt auf, und dle Aerzte zogen aus allen Symptomen den Schluß, daß die edle Frau durch den Geruch vergiftet worden ſei. Jeannette fiel in ihrem groͤß⸗ ten Schmerze auf die Handſchuhe. Sie wurden unterſucht und als von ſtarken, toͤdtlichen Giften ge⸗ ſchwaͤngert befunden.

Am Hofe machte der jaͤhe Tod der Koͤnigin nicht das geringſte Aufſehen. Es war nicht anders, als haͤtte es ſo kommen muͤſſen und man waͤre im Voraus ſchon daruͤber einig geweſen. Die Prote⸗ ſtanten in Paris waren aber wie vom Schlage geruͤhrt. Ihr Schickſal ging ihnen in duͤſtern Ah⸗ nungen auf.

Jeannette folgte troſtlos den ſteblichen Ueber⸗ reſten der inniggeliebten Herrin. War's doch, als muſſe dem guten Kinde jede unſchuldige Freude, jeder edle Lebensgenuß zum bitterſten Leidenskelch werden.

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