Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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flog ein von der Straße aus geſchleuderter Stein durch ein Fenſter, andere folgten nach. Die Koͤni⸗ gin mußte mit Jeannetten und ihren andern Frauen fluͤchten, um nur nicht von den hereinfliegenden Steinhaufen getoͤdtet zu werden. Sie erkrankte noch denſelben Tag ſo heftig, daß die herbeigerufenen Aerzte vor ihr Leben zitterten. Am andern Tage hatte ſie ſich jedoch wieder ſo weit erholt, daß ſie dem König eine Anzeige der erlittenen Schmaͤhung und Frevelthat machen laſſen konnte. Karl ver⸗ ſprach, eine genaue Unterſuchung anſtellen und den Verbrecher auf das haͤrteſte beſtrafen zu laſſen. Aber Johanna, die beleidigte, geſchmaͤhte, kranke Koͤnigin, mußte die neue Kraͤnkung erdulden, daß nicht das Geringſte geſchah, die Nichtswurdigkeit zu beſtrafen. Die Unterſuchung war von Katharinen, der raͤnke⸗ vollen Medicaͤerin, unterdruͤckt worden.

Jetzt ſchwankte die Koͤnigin von Navarta; was ſollte ſie bei ſolchen Erfahrungen von der Zukunft fuͤr ſich hoffen? Welcher Schmach ſah ſie entgegen, wenn man erſt das Ziel erreicht und ihren Heinrich, ihr Einziges und Alles, ihre Stuͤtze und Hoffnung, in die Bande geſchmiedet und an das Intereſſe die⸗ ſes ſchaͤndlichen Hofes gefeſſelt hatte, da man jetzt, wo dieſer Bund noch nicht ganz feſtgeſchloſſen war, ſo ruckſichtslos verfuhr? Haͤtte Johanna nicht ihren Sohn bereits dringend aufgefordert, nach Paris zu kommen, hätte ſie nicht ſchon deſſen Antwort in