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uͤberfallen und mit Schmaäͤhungen uͤberhaͤufen kann? O dieſer unſelige Bund mit der Schlangenbrut wird mir noch das Leben koſten! Heinrich! Heinrich! raͤche Deine Mutter! Iſt denn Niemand, der mich von dieſem Buben befreit?“
Die maͤnnliche Dienerſchaft hatte ſich bereits verſammelt und nur auf den Befehl der Herrin ge⸗ wartet, um Hand an den giftigen Jeſuiten zu legen. Nach dieſen Worten faßten ſie ihn hurtig an Armen und Beinen. Sich ſtraͤubend, rief er:„Denkt an Maurice André, und zittert vor ſeiner Rache!“
Aber verhoͤhnt und verlacht wurde die kleine wuͤthende Beſtie aus dem Hauſe auf die Straße geworfen. Die Königin hatte ſich dergeſtalt geaͤr⸗ gert, daß ſie ſich zu Bette legen mußte, aber ſie ſollte noch mehr erfahren, noch Schlimmeres erleben. Denn kaum war eine Stunde verſtrichen, ſo ver⸗ nahm man das gewaltige Laͤrmen des Zugs durch die Straße daher. Als er vor dem Hauſe war, uͤberſchrieen einzelne Stimmen das Getoͤſe des Hau⸗ fens und ſtießen die gemeinſten und ſchaͤndlichſten Schimpfworte gegen die Königin von Navarra aus. Ein ſchallendes Gelachter folgte, dann wieder Schimpf⸗ reden, noch boshafter und graͤßlicher als zuvor, und das Volk jubelte den Sprechern Beifall zu und wie⸗ derholte brullend ihren Unflath. Die fromme Koͤni⸗ gin mußte Alles mit anhoͤren und ſie erſtickte faſt an den Thraͤnen der Verzweiflung, die ſie mit Schmerz aus den brennenden Augen preßte. Doch plötlich
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