Begleiter und mit Freuden genehmigte ſie dieſe Wahl. Der Prinz ſah ſehr duͤſter dazu, und gab ſich wirklich einer Schwermuth hin, die von der Staͤrke ſeiner Empfindung fuͤr Jeannette zeugte.
An demſelben Tage hatte der Großzeugmeiſter Biron eine Audienz bei der Koͤnigin Johanna. Der geheime Auftrag, den er von der Königin Mutter von Frankreich erhalten hatte, wurde bald bekannt und ſetzte alle vornehmen, in la Rochelle verſammelten Calviniſten in Erſtaunen. Katharina von Medicis trug naͤmlich Johanna d'Albret fuͤr deren einzigen Sohn, Heinrich von Navarra, die Hand ihrer juͤng⸗ ſten Tochter, Margarethens von Valois, an, um, ihrer Ausſage nach, dadurch die Vereinigung der zeither in Streit gelegenen, nahe verwandten Hauſer, Valois und Bourbon, fur ewige Zeiten zu beſtimmen. Biron ſprach ſich beim Admiral, bei dAlban, Teligni, Coligni's Schwiegerſohn, und faſt bei den meiſten, vornehmſten Calviniſten üͤber dieſen Plan umſtändlich aus. Er fuͤhrte an, da nach dem letzten Friedens⸗ ſchluſſe von St. Germain, wo die Katholiſchen faſt alle ihre muͤhſam errungenen Vortheile aufgegeben haͤtten, um nur die Ruhe im Herzen des Vaterlandes wieder herzuſtellen, die Calviniſten ſich dennoch immer mißtrauiſch zuruͤckgezogen, und ihre Haͤupter, aus fruheren Ereigniſſen Verdacht und Argwohn ſchoͤpfend, trotz aller Einladungen des Hofs, ſich doch nicht in Paris haͤtten ſehen laſſen, ſo habe die Koͤnigin Mut⸗ ter beſchloſſen, um das boͤſe Unkraut auf einmal aus


