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Ihr allein koͤnntet mir helfen, und Ihr allein koͤnnt es nicht, das iſt's, was mich ſo ſehr betrht. Ja, Ihr muͤßt es ſchon im vorigen Jahre auf dem Schloſſe Doucerepos, wo ich Euch kennen zu lernen das mir unſchaätzbare Gluͤck genoß, mir abgemerkt haben, daß ich gegen Euer holdes Weſen nicht gleichguͤltig war; und wer konnte gegen Eure Liebens⸗ wuͤrdigkeit gleichgultig bleiben? Hab' ich doch ſo eben einen neuen Beweis erlebt, daß Ihr ſogar furſtliche Herzen in Flammen ſetzt. Fruͤher glaubt' ich meine Braut recht innig und zaͤrtlich zu lieben, der Himmel nahm ſie mir; ſeit ich aber Euch ſah, ſchoͤne Jeannette, ging ein anderes, ein nie gekann⸗ tes heftiges Gefuͤhl in meiner Bruſt auf, wie eine ſtrahlende Sonne nach langer Nacht, in welcher mir nur ein Stern geleuchtet, ein Stern, der auch un⸗ tergegangen war. Jeannette, ich liebte Euch ſeit jener Zeit, und nur der Glaube, Ceſar, der gluͤck⸗ liche und ſeines Gluͤcks unwuͤrdige Ceſar werde zu ſeiner Pflicht zuruͤckkehren, hielt mich ab, mich Euch damals zu entdecken. Ich wollte nicht den Schein auf mich laden, als begehrte ich das Eigenthum eines Andern. Nun aber hat er ja den Schatz von ſich geſtoßen, hat ſich von den reinen Genuͤſſen der Tu⸗ gend abgewendet, wandelt auf dem Wege des Gott⸗ loſen und ſitzt nicht im Hauſe des Gerechten. Sollt ich jetzt nicht wagen, Euch dies treue Herz anzu⸗ bieten?“
Jeannette ließ dem edlen Manne die Hand und


