Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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men dem jugendlichen Prinzen die muͤhſam erwor⸗ bene Faſſung, und er bat dringend, von der Sache weiter kein Aufhebens zu machen. Verdrießlich ver⸗ ließ er das Zimmer, als ihm von George das Ver⸗ ſprechen des Schweigens gegeben worden war, und dieſer ſtand nun der ſtill Geliebten gegenuͤber, die das Auge vom Boden erhob, um es mit dankbarem Ausdruck auf ihn zu heften. „Ihr ſeid mein Retter,“ ſtammelte ſie endlich, „womit kann ich Euch vergelten?“ „Muß den Alles vergolten ſein?— Doch wollt Ihr mir etwas Schoͤnes erweiſen, Jungfrau, ſo denkt in Euren guten Tagen, daß mein Herz trauert; ſeid Ihr aber in irgend einer Noth, dann wendet Euch an mich, und wenn Menſchenkraft es vermag, ſoll Euch geholfen werden.“

„Edler Mann,“ ſagte Jeannette und reichte dem Offizier dankbar die Hand.„Womit hab' ich dieſe Eure Geſinnung gegen mich verdient, womit ſoll ich die That vergelten? Ihr trauert? O auch ich traure tief! Deshalb bin ich nicht geſchickt, Euren Schmerz zu heilen. Doch mehr als die Freude ſoll ja das Leid die Herzen der Menſchen verbinden. Ich moͤchte Euch gern Freund nennen, Herr d'Armevall.“

„Ihr thut mir wohl und wehe zugleich nt gemuͤthlichen Sprache. Und doch muß ich Euch endlich entdecken, was meine Bruſt ſo ſchwer be⸗ laſtet. Ihr wuͤnſcht es, und mein Herz fordert es.