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umſponnen; die Geſtalten gingen an ihm vorüber, wie Schatten und wie er ſich auch muͤhete, er konnte ſie nicht faſſen und ihr Leben empfinden. Das reiche Gluͤck, das zu wuͤnſchen er nie gewagt hatte, der Inbegriff aller ſeiner Hoffnungen, ſeines Sehnens und Verlangens, in goldener Erfuͤllung lag es vor ihm ausgebreitet, ſein kuhnſter Traum war zur Wirk⸗ lichkeit geworden und— doch jubelte er nicht, doch fuͤhrte das Entzuͤcken ihn nicht in die Arme des liebenden Weibes; er fuͤhlte ſich gluͤcklich, aber das Herz hatte noch ſeine Wuͤnſche. Vermochte er doch ſeinen davon ſtrebenden Gedanken nicht die Fittige zu kuͤrzen, unaufhaltſam flatterten ſie um Louiſens reizendes, unvergeßliches Bild. Kaum hat uns das ſchoͤnſte Thal die Pforte der Gewährung aufgethan und ſeine edelſten Fruͤchte in unſerem Schooß ge⸗ haͤuft, ſo locken uns ſchon die blauen Berge wieder. Erſt auf unſerem Grabe ſteht der Grenzſtein unſeres Sehnens, Wuͤnſchens und Verlangens. Der alte Buͤrgermeiſter aber gedachte gerade heute, am Tage der Freude, am geraͤuſchvollen Feſte ſeines Hauſes des fernen verlornen Sohns und der noch dazu ver⸗ lornen Enkel.
Ein großes Feſt, welches die Königin Johanna ausrichtete und woran ganz la Rochelle Theil nahm, beſchloß die Feierlichkeiten dieſes wichtigen Tages. Alles ſchluͤrfte den Becher der Freude und ſelbſt Jeannette ſchien ihren Kummer vergeſſen zu haben, doch wich ein uͤber ihr Weſen gebreiteter Schleier der


