Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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gersleute durchzogen bunt durch einander die Straßen theils nach d'Albans Hauſe, theils nach dem alten Rathhauſe auf dem Markte. Die Haufen mehrten ſich und umſtanden zulezt den Weg, eine Gaſſe von jenem Hauſe zu dieſem bildend. Endlich erſchallte der Ruf der Huiſſiers:„ſie kommen!“ und tauſendfach wiederholt liefen dieſe Worte zu beiden Seiten durch die Reihen und alle Koͤpfe drehten ſich dahin, wo er begonnen hatte. Von den Stufen des hohen Hauſes herab ſchritt zuerſt eine betraͤchtliche Anzahl praͤchtig geklei⸗ deter Trabanten der Koͤnigin von Navarra; ihnen folg⸗ ten die Hofleute, dann die Bedienung der Koͤnigin, männlichen und weiblichen Geſchlechts. Hierauf erſchien ein prächtiger Baldachin von vier ſchoͤnen Pagen ge⸗ tragen, unter ihm zeigte ſich Johanna d'Albret, Konigin von Navarra, zwiſchen ihrem Kanzler Fran⸗ cout und dem Admiral Coligni, dem jauchzenden Volke; dieſen ſchloſſen ſich die Prinzen Heinrich von Navarra und Heinrich von Condé, hohe bluͤ⸗ hende Juͤnglinge an; in ihrer Mitte der eben in la Rochelle anweſende Graf Ludwig von Naſſau, der im letzten Kriege ſo tapfer fuͤr die Calviniſten ge⸗ fochten hatte; die Kammerherren der Prinzen um⸗ gaben ſie. Auf ſie folgte Theophile Charlot, im hoͤchſten Glanz der Geſundheit und des Reichthums, mit Ringen und Spangen, Ketten und allerlei Zierrath geſchmuͤckt, wie noch nie; denn die Sitte der damaligen Zeit verlangte von den Maͤnnern faſt noch mehr Putz, als vön den Frauen. Ihn fuͤhrte der Oberſt d'Alban⸗