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Der Geiſt der liebenden Menſchen flog in ſtummen Seufzern hinaus, um zur Befriedigung der Sehn⸗ ſucht die lachende Flur mit Liebe zu umfangen.
„Nie haͤtte ich geglaubt,“ begann Theophile end⸗ lich:„daß mein Herz mit ſolch ſtarken Banden am Leben hinge, wie ich es jetzt empfinde. Nein, ich moͤchte nicht ſterben, moͤchte mich nicht dem Schickſal des Schlachtgewuͤhls wieder blosſtellen. Ein Ge⸗ fuͤhl— ſoll ich es Feigheit nennen?— zieht mich maͤchtig zum Leben; noch nie wurde ich mir deſſen ſo bewußt, wie heute.“
„Ihr habt am Leben und ſeinen Genuͤſſen große Summen gut, und fuͤrwahr, wenn es Euch dieſelben als ein redlicher Schuldner einzahlt, ſo duͤrft Ihr mit Recht Euch auf kuͤnftige Tage freuen.“
„So hatte ich es nicht gemeint; ich verlange vom Leben nichts, es wuͤrde meine Wuͤnſche doch nicht erfullen koͤnnen.“
„Waͤren ſie ſo kuͤhn und groß, daß Eure Thaten, Eure Beſchwerden und fruͤheren Aufopferungen hinter ihnen zuruͤckbleiben muͤßten?“
„Aufrichtig antworte ich Euch: Ja!— Doch erlaubt mir nun daruͤber zu ſchweigen.“
„Ihr weiſt mich kalt zuruͤck, Hauptmannz hab' ich Euer Vertrauen je getaͤuſcht?“
Theophile ſaß einen Augenblick in tiefen Gedan⸗ ken; dann ſah er Henrietten in die Tiefe ihrer ſchwar⸗ zen en die ſie auf ihn geheftet hatte.„Nun denn,“ ſagte er endlich entſchloſſen,„es ſei, ich will


