Teil eines Werkes 
2. Theil (1831)
Entstehung
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der Calviniſten, von einem kuͤhnen Zuge des Admi⸗ rals an die öſtliche Grenze des Reichs, um deutſche Huͤlfsvoͤlker aufzunehmen; und im Anfange des neuen Jahres 1570 drang das Geruͤcht in das Schloß Doucerepos, daß beide Parteien ſtark um den Frie⸗ den unterhandelten und freudige Hoffnungen durch⸗ gluhten die Herzen ſeiner Bewohner.

Charlot und Henriette hatten die erſten günſtigen Tage der wiederauflebenden Natur zur Abreiſe be⸗ ſtimmt; der Arzt, Pierre und die uͤbrige Bedienung waren ſchon lange nach la Rochelle voraus. Theo⸗ phile durchſchritt an Henriettens Arm das Zimmer, konnte bald dem alten Schloßherrn ſeine Aufwartung machen und ſeinen Dank ſagen, und ſehnte ſich immer mehr in's Freie. Ein heiterer, ſonnenreicher Apriltag fuͤhrte das Paar endlich auf den Altan des Schloſſes, welcher uͤber den Fluß hinausgebaut und von den Gipfeln der Silberpappeln, die an ſeinem ufer ſtanden, umrauſcht war. Die Knospen der⸗ ſelben ſchwollen dem Neubelebten entgegen, der, auf ſeine holde Waͤrterin geſtuͤtzt, die langen Locken zum erſten Male wieder dem Spiele der Luͤfte Preis gab. Beide ſetzten ſich auf ein Polſter, und ſandten die Blicke, dem Fluße entlang, zwiſchen den Bergen hin auf das unfern gelegene Doͤrſchen. Die Natur feierte ihr erſtes Feſt der Wiedergeburt; ein leichter Hauch umfing die Erde noch, wie leiſe Wehmuth ihren Schleier um die Freude wirft; aber wie dieſe dadurch inniger wird, ſo wurde die Erde ſchoͤner.