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und vor Liebe faſt wahnſinnigen Ceſar geholfen wer⸗ den ſollte. Ich gerieth in eine unbeſchreibliche Lage, in einen Widerſtreit meiner Gefuͤhle. Aus Ceſar's Handlungsweiſe erkannte ich ſeine ungeſchwaͤchte Liebe zu mir. Ich hatte mich nicht in ihm getaͤuſcht. Er war der Aite geblieben, hatte nicht leichtſinnig ſeine Schwuͤre gebrochen, hatte mein Herz nicht mit Fuͤßen getreten, wie man mir immer zugefluͤſtert. Es zog mich hin zu ihm. Einen Augenblick lang konnte ich im Entzuͤcken üͤber ſeine Treue vergeſſen, daß ich dem Buͤrgermeiſter und Henrietten die heiligſten Pflichten ſchuldig war. Ohne zu bedenken, was ich that, ſagte ich dem Ritter zu, mit ihm nach Paris zu fliehen; ich war feſt entſchloſſen, la Rochelle heim⸗ lich zu verlaſſen. Er eilte davon, um die Anſtalten zur Flucht zu treffen. Kaum aber war ich allein, ſo gelangte ich auch ſchon zur Beſinnung. Hen⸗ rietten konnte ich nichts verbergen, ſie las ſtets in meiner Seele. Mein Gewiſſen machte mir die bit⸗ terſten Vorwuͤrfe, und eben ſo ſchnell zum Rechten zuruͤckkehrend, als ich vorhin abgeſprungen war, eilte ich zu ihr, warf mich weinend zu ihren Fuͤßen und geſtand ihr Alles. Erſtaunt hoͤrte ſie mich an, drauf ging ſie zu ihrem Vater. Der Ritter verließ noch an demſelben Tage das Haus, ich ſah ihn nicht wieder. Man ſagte mir ſpaͤter, der Doktor Severin habe ihn mit wenigen Worten vertrieben. Erſt ſpaͤ⸗ ter ſagte mir Henriette, daß ich nie Ceſar's Frau werden duͤrfe, weil er ein Katholik geworden ſei.


