ein gewiſſer Ritter Gerard in la Rochelle, welcher viel geheime Unterredungen mit dem Großvater hatte. Anfangs wußte ich nicht, was der galante Hofmann in unſerm Hauſe wollte; ich liebte meinen Gram zu ſehr, um ihm, den ich fuͤr einen politiſchen Un⸗ terhaͤndler hielt, mehr als gewoͤhnliche Aufmerkſam⸗ keit zu ſchenken. Doch, nachdem er einige Tage bei uns verweilt, ſuchte er mit mir allein zu ſein, und bei der erſten Gelegenheit ſteckte er mir ein Billet zu. Es war von Ceſar. Er beſchwor mich bei meiner Liebe, mit dem Ritter Gerard heimlich aus la Rochelle zu fliehen und nach Paris in ſeine Arme zu kommen. Ich ſchauderte vor dieſem Plane zuruͤck und beſchwor den Ritter, ſich offen und red⸗ lich an den Großvater zu wenden und mich fuͤr Ceſar zu fordern, da der Buͤrgermeiſter ſich Rechte auf mich erworben habe, die mir unmoͤglich dieſen Schritt heimlich zu thun geſtatteten. Seit drei ganzen Tagen, verſetzte mir der Ritter, bearbeite ich den Kopf und das Herz des alten Herrn vergeblich. Er weiß Alles! Ich habe meine Kraͤfte uͤberboten, um ihn fuͤr Eure Abreiſe nach Paris guͤnſtig zu ſtim⸗ men, aber ich habe mit einem Felſenblock unterhan⸗ delt und meine Worte ſind in der Wuͤſte verſchollen⸗ Hierauf erzaͤhlte mir Gerard, daß er ſo offen zu Werke gegangen, wie nur irgend Einer, denn er ſei als Ceſars Abgeſandter erſchienen, daß aber, da der
gerade Weg nicht zum Ziele fuͤhre, nunmehr ein 3 krummer einzuſchlagen ſei, wenn dem ungluͤcklichen 8


